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Song Contest 2008: Douze Points for Dima Bilan
Der schöne Russe hat gewonnen. Nur mit einem Eisläufer und einer Stradivari als Beihilfe zur Präsentation. Die Geige hatte aber einen eigenen Security dabei ...
Die Ukraine belegte mit der hübschen Ani Lorak den zweiten Platz und Griechenland mit der kessen Kalomira den dritten Platz. Auffallend viele langbeinige Frauen waren im Rennen. Viel Bein, viel Blondiertes, kurz gehalten im Kleid und manchmal auch in der Stimme. Viel Pyrotechnik und Windmaschinen. Viel subtile Erotik und brauchbare Discoköniginnen. Bei der schwedischen Charlotte Perrelli, die 1999 schon mal gewann, wog vielleicht das Botox im Kopf mehr als das Minikleid am Körper. Umsonst. Auf den hinteren Plätzen rangieren neben ihr auch noch die „No Angels“ aus Deutschland. Die flotten Mädels auf dem langsamen Platz 23 mit dem flachen Song und der wieder entdeckten Liebe zum gemeinsamen Auftreten zwecks Geldbeschaffung erhielten nur von der Schweiz 2 Punkte und von Bulgarien 12. Weil die liebe Lucy eine Bulgarin ist. Die deutsche ARD veranstaltete auf der Reeperbahn eine Song Contest Party und der Moderator Thomas Hermanns hauchte nach der Pleite für Deutschland in die Kamera: Wartet nur, wir Deutschen werden euch bei der EM schon zeigen was wir können, nämlich Fußball spielen. (Das mag ja sein, aber beim Song Contest ging es doch um etwas anderes, oder?). Verständlich, dass ein schwuler Moderator nach einer Show mit soviel extrem kurzen Kleidchen lieber an Fußballer denkt.
Im gesamten Eindruck muß man den Veranstaltern in Belgrad jedoch zu einer schön inszenierten Show gratulieren, mit einem fabelhaften Bühnenbild und einem professionellen Ablauf des Abends. Sehr viel Arbeit für eine Veranstaltung, die von Vielen geliebt und von Vielen belächelt wird. Der Journalist Dr. Irving Wolther hat den Musikwettbewerb sogar zu seiner Doktorarbeit auserkoren. Seine Dissertation wurde 2005 von der Universität Hannover in der Fachrichtung Musikwissenschaft angenommen. Er ist Deutschlands erster Fachakademiker für Grand - Prix Fragen.
Weltweit haben schwule Fans des Spektakels mitgefiebert. Es gab ja auch ein paar nette singende Jungs unter den Kandidaten. So hatte Israel oder Dänemark oder auch Aserbaidschan ganz smarte Jungs mit guten Stimmen im Rennen. Und als Co-Moderator für das französische Fernsehen war Jean-Paul Gaultier engagiert, der die Robe der israelischen Grand Prix Siegerin von 1998, Dana International entworfen hatte.
Wer vom Song Contest Fieber angesteckt wurde, kann sich bei der in der Steiermark ansässigen und durchaus geselligen Fanclubrunde des Songcontest anmelden.
Weitere Infos:
 
Die blinde Georgierin Diana Gurtskaya landete mit ihrem Song „Peace will come“ zwar in der vorderen Hälfte, aber ob tatsächlich Frieden in der Welt kommen wird, bleibt selbst nach einem Songcontest bei dem sich ehemalig verfeindete Balkanstaaten ganz schön viele Punkte gaben, fraglich.
 


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